Neuarader Erinnerungen – Jahrgangstreffen 1936/1937

Vor 5 Jahren war es, dass sich der Jahrgang 1937 zum 70. Geburtstag in Wörishofen getroffen hatte. Wir waren damals mit Partnern 61 Teilnehmer. In diesem Jahr am 5.Mai trafen wir uns im selben Hotel in Wörishofen, diesmal zusammen mit dem Jahrgang 1936. Wir waren insgesamt 49 Teilnehmer. Unsere Reihen haben sich gelichtet, viele konnten auch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an unserem Treffen teilnehmen.

Jahrgang 1937

Jahrgang 1936

Jahrgang 1936

Das Wetter war nicht gerade einladend, doch das hat unserer guten Laune keinen Abbruch getan. Wie die Tradition es gebietet, begann auch diesmal unsere Zusammenkunft mit einem Gottesdienst in einer nahe gelegenen Kapelle. Pfarrer Monsignore Andreas Straub, Jahrgang 1936 zelebrierte die Messe. In seiner Predigt rief er alte Erinnerungen aus Neuarad wach. Er sprach über unsere Kindheit und Jugend erinnerte aber auch an die Vergänglichkeit des Daseins, er forderte uns auf, unser Schicksal in Gottes Hand zu legen. Die einfühlsame Predigt und die vertrauten Lieder ließen uns innerlich geläutert den Gottesdienst verlassen.

Es folgte die heitere Seite: Sektempfang, Plaudern bei Kaffee und Kuchen.

Der Himmel schenkte uns sogar ein paar Sonnenstrahlen, so dass wir auch den Fototermin wahrnehmen konnten.

Lehrreich und unterhaltsam war der Vortrag von Maria Pommersheim, geb. Britt. Sie beschäftigte sich diesmal mit der Neuarader Mundart, die als Mischmundart eine Sonderstellung unter den Banater Mundarten einnimmt. Das Material wurde hauptsächlich dem Heimatbuch der Marktgemeinde Neuarad im Banat von Dr. Anton Peter Petri entnommen. Es ging um typische Ausdrücke, um Redewendungen und Sprichwörter. Sagen von Franz Straub aufgezeichnet wurden vorgelesen, zum Beispiel die Sage von Josef Hans Honved, „Die Hundemutter“ und „In der Totengruft“. Die Mundartgeschichte zum Schmunzeln von Lehrerin Elfriede Tritthaler aufgeschrieben war auch sehr lustig und unterhaltsam. Erheiternd wirkte die Anekdote von Josef Tuch, die über den Kinobesuch seines Großvaters berichtet: „Leit mir gehn verkehrt – Wie der Großvater im Moszi war.“

Die Technik bietet heute viele Möglichkeiten, so dass auch einige DVDs präsentiert werden konnten. Franz Weininger zeigt auf seiner DVD bebilderte Ausdrücke aus der Mundart, zusammengesetzte Wörter als Bilderrätsel präsentiert. Danach sahen wir Bilder aus dem Leben in Neuarad: Schule, Kulturgruppe, Kirchweih, gemeinsame Ausflüge und Bilder von früheren Jahrgangstreffen.

Es war ein angenehmer Nachmittag. Wir hatten Zeit, uns in kleinen Gruppen zu unterhalten, wobei es nicht nur um Erinnerungen ging, es wurden auch gegenwärtige Probleme besprochen.

Nach den Abendessen spielte ein Alleinunterhalter  zum Tanz auf. Es waren aber nur einige Paare, die sich auf die Tanzfläche wagten. Die meisten führten ihre Gespräche fort. Um 1 Uhr war die Feier zu Ende.

Am nächsten Tag beim Frühstück fanden wir nochmals zusammen, der Gesprächsstoff war noch nicht ausgegangen.

So Gott will, treffen wir uns in 5 Jahren wieder.

Herzlichen Dank den Organisatoren:

-Josef Plech und Familie

-Maria Pommersheim

-Georg Tuch, der Manager von Festen und Feiern der Neuarader Landsleute

Anna Teichert

Ein Gedanke zu „Neuarader Erinnerungen – Jahrgangstreffen 1936/1937“

  1. Zusammen mit Josef Künstler, den Betreuer unserer „Neu-Arader Treff“ Seiten, kamen diese Wortspielereien Neuarader Mundart zu stande. Sie sind seit einem halben Jahr für alle User zugänglich, ursprünglich mehr unseren Junggebliebenen und deren Kommunikationsart zugedacht. Natürlich freut es mich zu hören, dass es zum Thema passend, gut ankam. Vielleicht sollten wir mehr darüber veröffentlichen, wie es andere HOGs seit Jahren tun. Josef Künstler wäre glücklich für sein Sammelsurium an Ausdrücken adäquate Hilfe zu finden.

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