100 Jahre seit Beginn des 1. Weltkriegs

Als am  28. Juni 1914 der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenbergin in Sarajevo erschossen wurden, ahnte man in Neu-Arad noch nicht welche Folgen diese Tat auf unseren Ort haben wird. Junge Männer aus Neu-Arad mussten auf Befehl des Kaisers in den Krieg ziehen.

Glücklich waren jene die 1918 unversehrt nach hause kamen. Viele hatten aber das Ende des Krieges nicht überlebt, sind in denKämpfen gefallen, wurden in Soldatenfriedhöfen fern der Heimat bestattet oder wurden als vermisst gemeldet. Nach acht Jahren der Trauer beschlossen die Gemeindevorsteher zusammen mit einer Denkmalkommission den gefallennen und vermissten Soldaten ein Denkmal zu setzen.  Die Beschreibung und sie Entstehung des Denkmals, das vor der Kirche am 14.06.1925 feierlich enthüllt wurde, hat der damalige 2. Richter Josef Hans (honvéd) im „Gedenkblatt für das Neuarader Kriegerdenkmal, zum ewigem Gedächtnis und zu Ehren der Gefallenen, Verstorbenen und verschollenen Neuarader Brüder und Helden, aus dem schrecklichem Weltkrieg 1914-1918“ (siehe Anhang) festgehalten. Unter dem Fundament des Denkmals wurde eine Beschreibung Neuarads mit dem Titel: „Einige Notitzen über den derzeitigen Culurstand der Neu-Arader Gemeinde aus dem Jahre 1924“ (siehe Anhang) eingegraben. Erwähnungswert ist der letzte Abschnitt der Schrift:

„Unsere innigste Herzensbitte wäre an den Auffinder unseres Gedenkblattes. Er möge die innen beschriebenen Begebenheiten abschreiben und mit den seinerzeitigen Begebenheiten wieder dem Schosse der Verschwiegenheit übergeben. Umso immer während der Nachwelt die gewesene Cultur zu melden, dafür mögen ihm Gott und die dereinstigen nachkommen segnen, nun übergeben wir mit Freudens Tränen diese Gedenkschrift der Nacht und Dunkel, der Verschwiegenheit und dem Schosse der lieben Muttererde für unseren dereinstigen Nachkommen, welche noch nicht geboren sind, von uns jetzt Lebenden.  Der Verfasser Josef Hans, honvéd“

Es ist zu befürchten, daß seine Herzensbitte nicht mehr erfüllt wird.

J.Künstler

KRIEGERDENKMAL_BESCHREIBUNG_1924

KULTURSTAND_NEUARAD_1924

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