Auf unserem Friedhof in Neu-Arad hat sich in den letzten Wochen viel getan, denn die Neugestaltung der zentralen Allee wurde in Angriff genommen. Die alten Kastanien stellten aufgrund von Krankheit und Alter ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und mussten im vergangenen Jahr leider gefällt oder stark zurückgeschnitten werden. Dieser schmerzhafte, aber notwendige Schritt war die Voraussetzung, um die Würde des Ortes und die Sicherheit der Gräber langfristig zu bewahren. Wir haben darüber hier berichtet:
https://www.hog-neuarad.de/der-neu-arader-friedhof-2025/#more-4677 .
Um die hohen Kosten für die Fällungen und die geplante Wiederbepflanzung zu decken, haben wir im Dezember einen großen Spendenaufruf auf unserer Website gestartet, den wir ebenfalls in der Banater Post veröffentlicht haben. Die Resonanz darauf war beeindruckend. Es sind bisher sagenhafte 1.600 Euro zusammengekommen. Diese werden demnächst an das Pfarramt in Neu-Arad überwiesen. Auch wir als HOG Neu-Arad haben bereits Anfang Februar 5.000 Euro beigesteuert. Dank dieser finanziellen Unterstützung und der Aussicht auf weitere Spenden können die Neugestaltung und die weitere Pflege der neuen Bäume nun zügig umgesetzt werden.
Seit dem 13. März 2026 wird die Allee mit insgesamt 80 Säulenzypressen der Sorte „Columnaris Toscana” bepflanzt. Die jungen Bäume werden im Abstand von ca. fünf Metern gesetzt, um ihre optimale Entwicklung zu fördern. Das Pfarramt hat sich für diese Baumart entschieden, da sie im Vergleich zu Kastanien besonders klimafit ist und wesentlich besser mit zunehmender Hitze und Schädlingen zurechtkommt. Ein entscheidender Vorteil dieser Wahl war zudem die finanzielle Machbarkeit, wodurch ein Großteil der Allee in einem einzigen Arbeitsschritt neu begrünt werden konnte.
Auch wenn es noch einige Jahre dauern wird, bis die Pflanzen ihre volle Pracht entfalten und der Allee wieder großzügigen Schatten spenden, kann man mit etwas Vorstellungskraft bereits heute die zukünftige Allee erkennen: mit ihrer markanten Form und einer klaren, ruhigen Struktur. Damit dieses von der Gemeinschaft finanzierte Projekt langfristig Bestand hat, hoffen wir sehr auf die Achtung und den Schutz dieser Neuanpflanzungen durch alle Besucher, damit jeder einzelne Baum an seinem Platz ungestört wachsen kann.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Spendern, die dieses Projekt durch ihre Zuwendungen erst möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank geht auch an den Pfarrer Mates Dirschl für die Organisation und die bereits gesicherte Bewässerung, damit die neuen Bäume gut anwachsen können. Es ist ein schönes Zeichen der Hoffnung, dass aus der kahlen Fläche nun wieder eine grüne Verbindung zum Gedenken an unsere Vorfahren entsteht.